Die wichtigsten Key Performance Indicators (KPIs) für Online-Marketing

Von Sabine von Merzljak am 03 September, 2018
Digitales Marketing KPI Online Marketing

Erfolg ist messbar: Profitieren Sie bei Ihrer Marketingstrategie von KPIs

Ein großer Vorteil, den Digitales Marketing gegenüber klassischem Push-Marketing hat, ist nicht zuletzt die bessere Messbarkeit der Effektivität. Über den Key Performance Indicator (KPI) können heute sämtliche Abläufe in Ihrem Medizintechnik Unternehmen mit Analyse-Tools wie Google Analytics ermittelt und durch konsequentes Monitoring entsprechend optimiert werden. Doch wie können Sie KPIs für die Optimierung Ihres Online-Marketing einsetzen? 

Der erste Schritt: Die richtigen Ziele setzen

Je nach Unternehmen und Bereich werden unterschiedliche KPIs zur Leistungsmessung herangezogen. So gibt es Kennzahlen, die speziell für E-Commerce, SEO oder Social Media relevant sind. Allerdings überschneiden sich viele KPIs - unter anderem sind sind Verweildauer oder 
Absprungrate wichtige Kriterien, die sowohl in der Suchmaschinenoptimierung als auch im E-Commerce wichtig sind. Dies zeigt, dass die unterschiedlichen Bereiche für ein erfolgreiches Marketing eng verzahnt werden sollten.

Die große Auswahl an unterschiedlichen Kennzahlen macht die Wahl der passenden KPIs nicht immer leicht. Um geeignete Metriken zu finden, spielt die Zielsetzung eine entscheidende Rolle. Doch zunächst sollten Sie den Ist-Stand analysieren und sich anschließend realistische Etappenziele setzen. Entscheidend ist, die Ziele nicht zu hoch zu stecken, andernfalls ist die Frustrationsgrenze schnell erreicht.

Die wichtigsten SEO KPIs

Online Marketing SEO KPI

Es ist kein Geheimnis, dass jedes Unternehmen von Suchmaschinen und potenziellen Kunden gefunden werden möchte. Dass hierfür eine Website mit attraktivem Content sowie SEO-Strategien erforderlich ist, liegt ebenfalls auf der Hand. Doch auch die beste Suchmaschinenoptimierung bringt nur wenig, wenn die Wirkung nicht messbar und vor allem vergleichbar ist. KPIs sind daher gerade im Bereich der Suchmaschinenoptimierung sehr gefragt und nahezu für alle Unternehmen, die einen Internetauftritt haben, relevant - schließlich ist die Website oft der erste Kontakt eines potenziellen Kunden mit dem Unternehmen. Auch für Ihr Content Marketing ist es hilfreich zu ermitteln, wie interessant bestimmte Inhalte und Formate wie Blogs oder E-Books für die Besucher sind. Hierfür sind die Kennzahlen Absprungrate, Verweildauer und Seiten pro Besucher besonders relevant.

Im Folgenden stellen wir Ihnen wichtige Metriken vor, mit denen Sie den Erfolg Ihres Online-Marketing messen können:

Icon-visit.jpg Visits

Zu den einfachsten Online-Marketing Kennzahlen gehört die Messung der Besucherzahlen. Der reine Zahlenwert der Visits sagt aus, wie viele Besucher auf die Website gelangt sind. Dabei wird zwischen den Unique Visits, die Aufschluss über die Nettomenge der gesamten Besucheranzahl geben, und den wiederkehrenden Besuchern, die die Attraktivität einer Seite oder Unterseite widerspiegeln, unterschieden. Interessanter als der reine Überblick über die Visits sind jedoch statistische Besonderheiten, zum Beispiel wie Besucher auf Ihre Seite gelangen (geografische Gegebenheiten, Links und organische Suchtreffer) oder zu welcher Zeit Ihre Website den größten Traffic erfährt. Dadurch lernen Sie Ihre Web-Besucher besser kennen. Direkte Zugriffe können ermitteln, wie stark die URL oder der Markenname sind. 

icon-verweildauer.jpg Verweildauer / Absprungrate

Die sogenannte Verweildauer gibt die durchschnittliche Aufenthaltszeit der Besucher auf der Seite wieder. Gerade im Content-Bereich ist dieser Wert wichtig, um eine eigene Qualitätskontrolle durchzuführen. Verlassen User eine Seite schnell wieder, wurde das Gesuchte nicht gefunden oder als uninteressant bewertet. In diesem Fall schnellt die Absprungrate, oft auch „Bounce Rate“ genannt, nach oben. Dies ist ein Indiz für Sie, die Seite zu optimieren.

icon-pagerank.jpg PageRank/Hummingbird

Google PageRank ist der erste und wohl bekannteste Suchalgorithmus der populärsten Suchmaschine. Der PageRank wurde von Google selber in unregelmäßigen Abständen festgelegt, um den Wert einer Seite zu bemessen. Mit der Zeit wurde der PR jedoch immer seltener aktualisiert und 2016 gänzlich eingestellt. Das 2013 von Google eingeführte Update Hummingbird setzt heute darauf, Webseiten nicht mehr nur nach Keywords, sondern nach qualitativ hochwertigen und informativen Inhalten zu bewerten.

icon-sichtbarkeit.jpgSichtbarkeit

Der Sichtbarkeitsindex ist ein Wert, der die Sichtbarkeit einer Domain im Googleindex abbildet. Je nach Tool fließen unterschiedliche Werte und Keywordsets in die Berechnung ein. Grundsätzlich liefert die Sichtbarkeit jedoch Anhaltspunkte darüber, wie gut eine Website für die Google Suche auffindbar ist und wie sie im Vergleich zum Wettbewerb steht. Mit den passenden Analyse-Tools wird im Zeitverlauf außerdem eine Kurve mit Anstieg und Gefälle der Sichtbarkeit einer Seite angezeigt, weshalb der KPI vor allem über einen längeren Zeitraum wirkungsvoll ist.

icon-trust.jpgDomain Trust & Authority

Domain Trust gibt an, zu welchen anderen qualitativ hochwertigen Seiten verlinkt wird und von welchen man selbst Backlinks bekommt. Diese Kennzahl soll sicherstellen, dass die Inhalte Ihrer Domain nicht nur nützlich, sondern auch vertrauensvoll sind. Bei Domain Trust geht Qualität vor Quantität.

Viele Anbieter berechnen Authority über unterschiedliche Kennzahlen, die häufig geheim gehalten werden. Das Alter Ihrer Domain, die Anzahl der Backlinks von vertrauenswürdig eingeschätzten Seiten sowie die Verschiedenartigkeit dieser Backlinks spielen jedoch auf jeden Fall eine Rolle. Eine hohe Domain Authority können Sie erreichen, wenn Sie in Ihrem Content Marketing Inhalte mit hohem Mehrwert erstellen und diese zum Beispiel innerhalb thematisch ähnlicher Blogs häufig verlinken.

icon-social-signal.jpg Social Signals

Unter Social Signals versteht man Verlinkungen, Shares, Likes, Tweets etc. in den sozialen Netzwerken. Sie stellen zwar keinen direkten Ranking-Faktor dar, sind aber ein wichtiger Indikator für die Relevanz einer Seite und können die Besucherzahlen indirekt positiv beeinflussen. Wenn zum Beispiel Ihr Blogeintrag quer durch das Netz geteilt wird, steigen auch Ihre Seitenaufrufe oder die Konversionsrate.

icon-keywords.jpg Keyword-Rankings

Keyword-Rankings können wichtige Indizien für SEO sein, da das Ranking entscheidend für den Traffic ist. Vor der Erstellung der Inhalte einer Seite ist es sinnvoll zu überprüfen, zu welchen Keywords man in der Google Suche erscheinen will. Problematisch ist heute jedoch, dass die Ergebnisse bei Google immer individueller werden und sich die Rankings einer Website je nach Nutzer unterscheiden.

icon-click.jpgClick-Trough-Rate (CTR)

Die Click-Through-Rate, zu deutsch Klickrate, beschreibt das Verhältnis von Seitenaufrufen einer Website zu der Anzahl der Klicks - meist auf Werbebanner oder Sponsored Links. Wenn eine Website 100 Mal in den Google Suchergebnissen sichtbar ist, aber nur einmal angeklickt wird, dann ist die CTR 1%.

icon-popularity.jpgLinkpopularität / Domain Popularity

Anhand der Linkpopularität können Sie ermitteln, wie viele Verlinkungen eine Website enthält. Allerdings hat der KPI für SEO Domain Popularity die Linkpopularität nahezu ersetzt, denn er berücksichtigt nicht nur die Quantität von Backlinks, sondern auch deren Qualität, wie etwa die Relevanz der verlinkenden Domain. 

KPIs im E-Commerce

KPI e-commerce Online Marketing

Um die Leistung eins Online-Shops zu messen, können verschiedene KPIs herangezogen werden. Während Messwerte wie Verweildauer, Absprungrate oder das Verhältnis von neuen zu wiederkehrenden Besuchern sowohl für die Suchmaschinenoptimierung als auch für E-Commerce bedeutend sind, werden die folgenden Metriken speziell zur Erfolgsmessung von Online-Shops benutzt:

1. Conversion Rate

Für einen Online-Shop ist die Conversion Rate ohne Zweifel einer der wichtigsten KPIs, denn sie bestimmt den Anteil der Seitenbesucher, die auch tatsächlich etwas gekauft haben. Eine „normale“ Conversion Rate liegt etwa zwischen einem und fünf Prozent - sie sollte jedoch immer in Relation, beispielsweise zum Wettbewerb, gesehen werden.
Im Content Marketing beschreibt diese Kennzahl die Anzahl von Besuchern einer Website, die durch eine bestimmte Aktion, wie zum Beispiel durch Registrierung, Download oder einen Newsletter-Eintrag, zu Leads werden.

2. Bestellwert

Shopbetreiber können anhand des Bestellwertes einschätzen, wie stark die Marketingkosten erhöht werden müssen, um den Gewinn zu steigern, beispielsweise durch Maßnahmen wie Cross-Selling. Auch der durchschnittliche Bestellwert, die Warenkorbabbruchraten etc. lassen sich berechnen.

3. Exit Rate

Mit der Exit Rate wird im Bereich Webanalytics der prozentuale Anteil der Besucher einer Seite bezeichnet, die den Webauftritt auf genau dieser Seite wieder verlassen. Bei der Absprungrate liegen dagegen mehrere Seitenaufrufe auf der Webseite vor.

4. Seiten pro Besuch

Je mehr Seiten ein Besucher aufruft, desto stärker setzt er sich mit den Angeboten auseinander und desto höher ist die Kaufwahrscheinlichkeit. Bestimmte Aktionsangebote können zu einer kurzzeitigen Verringerung der Seitenzahl pro Besucher führen.

 


Analyse und Auswertung der KPIs

Um KPIs für die Optimierung Ihres Online-Marketing einzusetzen, ist es wichtig, diese über einen ausreichend langen Zeitraum zu erfassen - nur so kann man Veränderungen, Trends und Ausreißer nachvollziehen. Bedenken Sie auch, dass das Verhältnis der KPIs untereinander ebenfalls bedeutend sind, um deren Aussagekraft zu beurteilen. Letztlich ist die Bewertung von Messzahlen jedoch auch immer eine Interpretation, für den Sie den Kontext der jeweiligen Messung gut kennen sollten.

 

Quellen:

https://blog.hubspot.de/marketing/content-marketing-analyse
https://www.socialmediaakademie.de/blog/online-marketing-metriken/

https://de.ryte.com/wiki/KPI 

ebook Anforderung e-Mail Marketing im Gesundheitswesen

Thema: Online-Marketing


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